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Das heutige "Fairplay"Freundschaftsspiel (ohne Schiedsrichter) zwischen Wörpetal und HWJ begann gewohnt verhalten. Beide Teams tasteten sich erst mal ab.

Das Trainerteam nutzte das Spiel um die anwesenden Spieler auf verschiedenen Positionen zu testen. Bedingt dadurch kam es zu Abstimmungsproblemen was HWJ dann mit dem Gegentor bestrafte. Langsam kam dann Ordnung ins Spiel der Wörpetaler, jedoch ohne zählbares Ergebnis. Die letzten 10min der ersten Hälfte spielten sich fast nur in der Hälfte von HWJ ab.

Nach einem gut vorgetragenden Pass über rechts netzte Jan Schnackenberg unhaltbar zum Ausgleich ein. Kurz vorm Pausenpfiff war es dann erneut Jan Schnackenberg der einen Abpraller zum Führungstor unter die Latte nagelte.

Nach der Pause war Wörpetal nicht wach und kassierte in der ersten Minuten der zweiten Hälte den Ausgleich. Von da ab ging es rauf und runter, Torchancen hüben wie drüben. Kurz vor Ende der Partie war es dann Malin Bahrenburg die sehenswert zum Siegtor einnetzte.

Am 29. September fand im Tarmstedter Hof die erste Grün-Weiße-Nacht des TuS Tarmstedt mit dem Motto Oktoberfest statt. Die Festcrew unter Leitung von Florian Kruse, Ingrid Gieschen u. Ingo Martens hatten alles für den Abend organisiert und vorbereitet. So dass DJ Clas den Gästen ordentlich einheizen konnte. Der Vorsitzende des TuS Tarmstedt, Bernd Sievert, ehrte die S40 Fußballer zur Mannschaft des Jahres 2016. Anschließend durfte wie es beim einem richtigen Oktoberfest das Bierkrugstemmen natürlich nicht fehlen. Hierbei konnten diverse Preise wie zum Beispiel Gutscheine gewonnen werden. Die TuS‘ler mit vielen Gästen feierten bis in die frühen Morgenstunden.

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Vor kurzen konnten der U18 –Mannschaft  der JSG Wörpetal 15 neu Trainingsbälle übergeben werden.   Der ehem. Jugendobmann des TuS Tarmstedt, Gerd Müller, konnte einen Sponsor für die Aktion gewinnen.   Dennis Mahnken aus Hepstedt, Malermeister seines Zeichens und auch ehemaliger Spieler des TuS Tarmstedt zeigte sich spendabel und war sofort bereit diesen Part zu übernehmen. Besprochen hatten die Beiden das aber schon beim letzten Erntefest bei einem Gläschen Bier. Ein kurzer Anruf bei Tanja Michaelis-Evers und die Aktion stand.

Sichtlich überrascht waren die Spieler und Trainer beim Training , als Gerd Müller u. Dennis Mahnken mit Fotografin Janika Kahrs auftauchten, um die Bälle zu übergeben.

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Auf dem Bild bedankt sich Trainer Edgar Moderow mit der Mannschaft beim Sponsor.

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Nachdem bereits das erste Spiel gegen Sittensen nach kämpferischer Leistung mit 5:2 gewonnen werden konnte, hat sich die neu formierte U12 der JSG Wörpetal um die Spielführerin Malin Bahrenburg auch im zweiten Spiel erfolgreich in Gnarrenburg durchgesetzt.

Nach anfänglichen Abstimmungsproblemen kam das intensive Training von Sepp Hoffman und Lars Uwe Lenk zum Tragen und das Team richtig in Fahrt.

Zur Halbzeit lag das Team nach Toren von Malin Bahrenburg 0:1, 0:2, Hagen Büsing 0:3, Louis Kardel 0:4 deutlich in Front.

Obwohl das Trainergespann in seiner Halbzeitansprache mahnende Worte wählte begann die zweite Halbzeit zunächst recht durchwachsen. Das Team überlies zunächst Gnarrenburg das Spiel, das so zu mehreren Chancen kam, die jedoch alle durch unsere Nr.1 Miikka Gerken und einer starken Abwehrleistung des gesamten Teams vereitelt werden konnten.

Mitte der zweiten Hälfte übernahm dann Wörpetal wieder das Spiel und kam letztendlich nach zwei weiteren Toren von Jan Schnackenberg 0:5 und Silas Behling 0:6 zu einem verdienten Auswärtssieg.

Als Mann Spieler des Tages muss man Steffen Wichels hervorheben. Mit seiner tollen Übersicht und steten Gegenwart bei Angriffen der Gnarrenburger hat er so manche brenzlige Situation bereinigt.

Die neu aufgestellte U15 der JSG Wörpetal begann mit ihrer Vorbereitung Mitte Juli, nachdem die meisten Spieler aus ihren wohlverdienten Urlauben zurückgekommen sind. Nach einer durchwachsenen Vorsaison die insbesondere in der Frühlingsrunde 2017 äußerst unglücklich verlief, waren die Verantwortlichen der JSG und die Trainer des Teams gezwungen zu handeln. Lange Zeit war offen was mit den Jungs des Teams passieren würde, in welchem Team sie spielen würden oder ob sie überhaupt noch weiter spielen können. Eine dieser Maßnahmen war das Gewinnen von Matthias Gerdes als weiteren Trainer(Tjark Meyer, Felix Möller, Jan-Luka Eickhoff). Vorteil zum einen für die drei weiteren Trainer, die ungemein viel von dem erfahrenen Gerdes lernen können, insbesondere was Gestaltung von Trainingsinhalten und Organisation betrifft und zum anderen natürlich auch für die Spieler selbst. Außerdem konnten sich die Verantwortlichen von U15 und U14 darauf einigen, dass die personell stark aufgestellte U14 drei Spieler an die U15 abgibt. Der Zugang der drei Jungs(Terje Holle, Thees Holsten, Hauke Stuckenschmidt) freute das ganze Trainerteam.

Was sind also nun die Erwartungen an das Team für die neue Saison? Diese Frage war unter anderem einer der Inhalte die im angesetzten Trainingslager der JSG Kicker ausdiskutiert wurden. Das Trainingslager fand am ersten Augustwochenende im heimischen Tarmstedt auf dem Sportplatz statt. Ziel des Organisationsteams war neben den fußballerischen Entwicklung vor allem der Gedanke des Teamspirits. Was ist ein Team? Was erwarten die Jungs, aber auch die Trainer von ihrer Mannschaft. Eine Mannschaft ist nicht nur ein Ort an dem sich getroffen wird um Fußball zu spielen. Eine Mannschaft sollte den Zweck haben, Jungs zu begeistern, sich selbst zu organisieren, füreinander da zu sein und jeden mit seinen Macken zu nehmen wie sie sind. Denn jeder weiß, Macken hat doch jeder. Um auf die Frage nach den Erwartungen eine passende Antwort zu finden, bereitete Mitorganisator Michael Häfner Zettel vor, auf denen genau diese festgehalten wurden. Sei es Spaß beim Fußball zu haben, mehr Tore zu schießen, Freunde zu treffen, Spiele zu gewinnen oder sonstiges. Es gibt keine richtigen und keine falschen Antworten. Die Jungs definierten Ziele für sich und stellten somit auch die eigenen Erwartungen. Ob sich diese nun immer mit denen der Trainer deckten ist natürlich die andere Seite. Aber es wurde natürlich auch fleißig gekickt an diesem fußballreichen Wochenende. Die erste Einheit wurde am Samstag vormittag abgehalten. Hier wurden überwiegend spielerische Elemente in den Vordergrund gerückt für Feldspieler und Torwart(Lennard Häfner). Zu Mittag wurde natürlich gemeinsam gegessen, sodass alle gestärkt in den Nachmittag starten konnten. Das Nachmittagsprogramm hatte es dann in sich. Nun wurde den Jungs klar, die Fahrräder wurden nicht nur sporadisch mitgebracht, die benötigen wir ja wirklich. Und in der Tat, es stand eine Fahrradtour ins gefühlt meilenweit entfernte Zevener Holz an, auf den von vielen gefürchteten „Trimm dich Pfad“. Nach der knapp 20 Kilometer langen Radtour stand eine kurze Trinkpause im Wald an. Aber gerastet wurde noch lange nicht. Nun stand die erste Runde durch den Wald an. Über Hindernisse, in die Tiefe und in die Höh ging der etwa zwei bis drei Kilometer lange Parcours. Diesen durchliefen die Jungs voller Energie zwei, einige sogar viermal. Anschließend wurde im Wald noch etwas pausiert um den plötzlichen Starkregen zu meiden. Doch der Rückweg war nicht unvermeidlich. In Tarmstedt, nach einem nun etwas länger andauernden Rückweg angekommen, wartete schon die lang ersehnte Dusche auf die Jungs. Dem Hunger trotzte nun das von einigen Eltern aufgebaute Buffet bestehend aus Grill und köstlichen Salaten. Parallel wurde Musik gehört, geredet, Fußballtennis an der Luft und FIFA an der Konsole gespielt, sodass Langeweile keine Chance hatte. Die von den Jungs zuvor belächelte Nachtruhe um 22:00 Uhr kam scheinbar doch erwünschter als zuvor angenommen, denn Trainer und Betreuer konnten ab 22:15 keinen mehr jodelnd durch die Gegend laufen sehen oder wilde Kissenschlachten hören. Demnach konnten sich alle erholt und pünktlich zum Waldlauf am Sonntag um 07:30 Uhr anmelden. Bei bestem Wetter konnte sich nun auf den zweiten Trainingstag eingestellt werden. Eine locker Einheit mit Ball stand am Vormittag noch an, denn das Mittagessen musste sich natürlich auch noch verdient werden. Hier zauberten die Eltern, wie bereits am Vortag ein köstliches Essen, das jeden der 15 Spieler sättigte. Ab dem Mittagessen stand der Fokus auf das noch anstehende Testspiel gegen HWJ 70, die ebenfalls ein Trainingswochenende in den Knochen hatten. Das Spiel von Anfang an dominierend und von Spiellaune, Witz und Frische  der JSG Jungs gekennzeichnet wurde dann in den 70 Minuten auch standesgemäß mit 9:1 gewonnen. Diese Spiel entfesselte natürlich auch Euphorien und Vorfreude auf die nächsten Wochen im Training und vor allem Spiel. Das Trainergespann ist mit der Vorbereitung durchaus zufrieden. Eine hundertprozentige Zufriedenheit wäre natürlich fatal, denn im Trainerteam ist die Qualität und das Potential der Jugendkicker bekannt. Letztlich wird hier erwartet jedes mal an seine Möglichkeiten anzuknüpfen, auch in Situationen in denen möglicherweise das Sofa verlockender ist als ein anstrengendes Training.

Als Bestätigung der starken Vorbereitung dienen zwei bereits geführte Pflichtspiele der Wörpetaler, von denen zwar nicht beide gewonnen werden konnten, aber in beiden definitiv die Einstellung stimmte.  Im Pokalspiel verlor man gegen körperlich und fußballerisch sehr starke Ummler. Dennoch kann man den Jungs hier keinen Vorwurf machen, denn jeder hat gekämpft und für den anderen gebissen. Anders wurde dann der Saisonauftakt gegen HWJ 70 im heimischen Tarmstedt gestaltet. Hier konnten die Jungs in den gelben Trikots mit 3:1 gewinnen und somit eine gute Grundlage für den weiteren Saisonverlauf legen. 

Die Sommervorbereitung auf die Saison 2017/2018 stand ganz im Zeichen des neuen Trainers, Sven Melchert. Bekannt als Fanatiker der Fitness und Kondition freuten sich die Spieler der Zweiten schon lange vorab auf die intensiven sechs Wochen der Vorbereitung. Alle stellten sich auf Waldläufe, Sprints, Intervalle und sonstige Quälereien ein. Und die Erwartungen der Jungs sollten nicht unterboten werden, ganz im Gegenteil. Insbesondere die ersten Wochen waren von Intensität und einer Menge Schweiß geprägt. Die ersten spielerischen Fortschritte konnte man dann in der Hüttenbuscher Sportwoche Mitte Juli erkennen. Partien gegen Worphausen(3:1 Sieg), Lilienthal Falkenberg(6:0 Sieg) und Wörpedorf(2:1 Sieg) wurden entsprechend siegreich gestalten.

Ein weiteres mal konnte die zweite Herren des TuS seine Qualität unter Beweis stellen als es gegen Bade SC ging. In diese Partie kamen die Jungs zunächst schlecht rein, bekamen einen Pfostenschuss und anschließend auch ein Gegentor zum zwischenzeitlich 1:0 für die Gastgeber. Doch die Mannschaft hat sich umgehend gefangen und konnte nun auch spielerisch mithalten.

Belohnen konnten sich die grün weißen sogar noch vor der Halbzeit mit dem wohlverdienten 1:1.

Den Beginn in die zweite Halbzeit gestalteten die Jungs auch mehr als gelungen. Zwei schnelle Tore zum 1:2 und 1:3 sorgten für etwas Ruhe. Nun lief der Ball in den Tarmstedter Reihen exzellent. Im Laufe der zweiten Halbzeit erspielten sich die Jungs mehr und mehr Chancen und ließen defensiv ansatzweise keine Chance mehr zu. Gegenangriffe wurde sofort unterbunden, sodass den Gastgebern die Lust am Spiel genommen wurde. Die konditionelle Überlegenheit sorgte dann auch noch dafür, dass das 1:4 erzielt werden konnte und das Spiel somit entschieden war. Kritikpunkt hier, dass nun die Spannung nachließ und Bade noch das 2:4 erzielen konnte.

Das Fazit dieses Tests war dennoch definitiv ein positives, denn es war der Nachweis über die gelungene spielerische und konditionelle Entwicklung.

Den nächsten Test gegen Gnarrenburg konnte man zwar nicht gewinnen, doch bei diesem 1:1 Unentschieden nahmen sich beide Mannschaften nichts und lieferten sich einen mehr als intensiven und dadurch gelungenen Test kurz vor Beginn der Saison.

Dem Saisonstart fiebern die Jungs nun mehr und mehr entgegen. Eine intensive, aber effektive und letztlich auch spaßige Vorbereitung hatten sich alle Spieler gewünscht und auch bekommen. Die Zielsetzung muss für das Team von Trainer Sven Melchert natürlich das Erreichen eines Aufstiegsplatzes sein um der ersten Mannschaft endlich nachzuziehen. Diesem Ziel wurde eine gute Grundlage mit der Vorbereitung gelegt. Das erste Saisonspiel wird dann am 03.09.2017 gegen Hemsbünde bestritten, die eine ähnliche Zielsetzung wie die Tarmstedter haben. Somit steht direkt zu Beginn ein Härtetest an, der alles abverlangen wird um den Weg für die Saison zu ebnen.

fussballUnter der Hauptrubrik Termine befindet sich ab sofort die Rubrik Pfingstturnier. In Zukunft werden dort alle Neuigkeiten für das nächste Turnier,
bzw. der Rückblick des vergangenen Turniers zu finden sein.

aktuellesAls neuen Menüpunkt wurde die Bildergalerie aufgenommen. Hier werden Sie in Zukunft Fotos von vorangegangenen Veranstaltungen finden.

Den Anfang hat das Pfingstturnier 2017 gemacht, wo eine kleine Auswahl vorliegt. Link: Pfingstturnier 2017

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Ein Interview mit Ali Mirchi

Ali Mirchi war drei Jahre lang ehrenamtlicher Jugendbetreuer und Fußballtrainer der JSG Wörpetal. Im Alter von 19 Jahren übernahm er die damaligen E-Junioren (2004er Jahrgang) als hauptverantwortlicher Betreuer. Mit seiner Mannschaft konnte er zwei Meisterschaften gewinnen, bevor er im April 2016 zum Studieren nach Wuppertal gezogen ist. Lars Uwe Lenk hat sich mit Ali getroffen und ihm acht Fragen gestellt.

Unbenannt


Moin, Ali. Wir haben lange nichts mehr von dir gehört. Was treibst du heute so?
Moin, Lars. Erstmal Danke, dass du mich eingeladen hast. Ich habe zurzeit Semesterferien, die wichtigsten Klausuren hinter mir und fliege im September nach Kuba um das Land, die Sprache, die Geschichte und die Kultur besser kennen zu lernen. Danach beginnt für mich das dritte Semester. In der Bergischen Universität Wuppertal studiere ich Geschichte und Sozialwissenschaften.


Bist du noch fußballerisch aktiv?
Ich muss ehrlich sagen, dass es bisschen nachgelassen hat bei mir. Neben meinem Studium arbeite ich noch zusätzlich als Nachhilfelehrer und Sprachlehrer für Geflüchtete. In der vergangene Saison war ich zwar noch als Betreuer beim Cronenberger SC tätig, bin es aber mittlerweile nicht mehr. Gerade in den Klausurphasen ist es schwierig alles unter einen Hut zu bringen. Meine Fußballbegeisterung hat aber nicht nachgelassen und ich plane schon mein Comeback.


Wie kam es damals dazu, dass du dich für das Traineramt entschieden hast?
Es fing an mit meine Begeisterung für Sport und vor allem Fußball. Von klein auf spielte ich Fußball im Verein. Der Vereinssport bedeutet für mich aber nicht nur Spaß. Damals als meine Familie nach Deutschland geflohen ist, sind wir von einer Stadt in die andere geschickt wurden, bis wir irgendwann in Wilstedt ankamen. Damals war ich sieben Jahre alt. Durch den Fußball habe ich Freunde und Anschluss gefunden. Dafür bin ich heute noch dankbar. Das wäre alles nicht möglich gewesen ohne die ehrenamtlichen Trainer, Betreuer und Funktionäre. Ich sah mich in der Pflicht dem Verein etwas zurückzugeben, damit auch andere Kinder weiterhin von diesen tollen Angeboten profitieren können.


Wie bist du dann Trainer geworden? Ist der Verein auf dich zugekommen oder bist du auf den Verein zugekommen?
Der Verein hat immer wieder mal die Frage in den Raum geworfen: “Wir brauchen hier und da noch jemanden? Wer hat Zeit und Lust?”. Ich habe mich aber nie direkt gemeldet. Nicht weil ich keine Lust hatte oder keine Zeit, sondern weil ich damals schlichtweg nicht die nötigen Kompetenzen hatte. Ich hatte zwar schon viele Jahre im Verein gespielt, aber das machte mich ja nicht gleich zu einem guten Trainer. Es war Zufall, als mich damals Mohamed Maulawy, mein Sitznachbar in der Schule, über das NFV-Juniorcoach-Programm informierte (www.junior-coach.de). Zufällig fand bei uns in der Nähe ein Trainerlehrgang für Jugendliche statt. Der Juniorcoach-Lehrgang ging über drei Tage und ermöglichte den Teilnehmern, bei erfolgreichem
Bestehen der Prüfung, die kostenlose Teilnahme an einem C-Lizenz Lehrgang in der Sportschule Barsinghausen. Alle Seminare,
Übernachtungen und sogar die Fahrten wurden zu 100% vom NFV übernommen. Nachdem ich den Juniorcoach-Lehrgang bestanden habe fing ich erstmal als Co-Trainer an die Mannschaft von Björn Dolina und Henning Börsdamm zu betreuen. Nachdem ich die C-Lizenz absolvierte übernahm ich das Team als hauptverantwortlicher Betreuer. 

Nachdem du dich dem Trainerteam angeschlossen hast seid ihr direkt Staffelsieger geworden. Lief alles von Anfang an so wunderbar?
(lacht) Nein, natürlich nicht. Natürlich ist jeder Anfang schwer. Die Lehrgänge und Seminare haben mich zwar sehr gut vorbereitet aber wenn man als junger Mensch seine erste Trainingseinheite mit 15 Kindern leiten muss ist das trotzdem nicht so einfach. Man muss die Spieler und Eltern erstmal kennen lernen und Erfahrungen sammeln, dann läuft es mit der Zeit aber sehr gut und es macht dann auch wirklich großen Spaß. Wenn man die Spieler erstmal erreicht hat, und dafür muss man einige Dinge beachten, die ich durch das Juniorcoachprogramm gelernt habe, dann läuft vieles von selbst. Trotzdem ist es immer am Besten ein oder zwei Co-Trainer an der Seite zu haben. Björn, Henning, die Eltern, der Vorstand (besonders du als Jugendobmann) und andere Trainer haben mich immer sehr gut unterstützt.


Wie ich hörte, hast du ja noch weitere Funktionen beim MTV bekleidet. Erzähl mal.
Ja, das stimmt. Ab und zu habe ich mal als Schiedsrichter ausgeholfen. Außerdem habe ich regelmäßig Berichte für die Vereinszeitung geschrieben. Dabei ging es meistens um unsere Spiele im Herrenbereich und um die Erfolge und Veranstaltungen meiner Juniorenmannschaft. Gemeinsam mit dem Pressewart Henner Spierling kümmerte ich mich um die Gestaltung und die Veröffentlichung des MTV-Kuriers. Als ich hörte, dass im Zuge der Flüchtlingskrise viele Geflüchtete in unsere Gemeinden untergebracht worden, machte ich es mir zur Aufgabe jene “Flüchtlinge” in die Vereine zu integrieren. Einige
von ihnen kicken heute noch beim MTV. 

 

Ehrenamt ist ja bekanntlich “brotlose Kunst”. Hat dir dein Engagement denn außer der Ehre trotzdem etwas gebracht?
Ehrenamt ist nicht nur eine Ehrensache. Es geht mir persönlich auch nicht primär um Ehre, egal wie und wo ich mich gesellschaftlich, politisch oder sozial engagiere. Zum einen seh ich es als meine Pflicht in einem Sozialstaat, in der Kommune in der ich lebe und aufgewachsen bin, von der ich selbst profitiere, auch meinen Teil zum Erhalt der sozialen, kulturellen und gesellschaftlichen Angebote beizutragen, sofern ich es denn gesundheitlich und zeitlich kann. Zum anderen handele ich natürlich auch zweckorientiert. Ein ganz konkretes Beispiel: ich bewerbe mich zurzeit für ein Studienstipendium der Rosa Luxemburg Stiftung und die Aussichten auf Erfolg wären natürlich minimal, wenn ich keine Zeugnisse, Empfehlungsschreiben und Gutachten einreichen könnte, die mein soziales und gesellschaftliches Engagement bezeugen. Das Ehrenamt öffnet einem viele Türen. Außerdem haben sich durch Funktionen im Verein meine persönlichen und sozialen Fähigkeiten gestärkt. Ganz besonders meine Verantwortungsbereitschaft, meine Selbstständigkeit und meine Aufgeschlossenheit. Diese Kompetenzen helfen einem überall weiter: in der Schule, in der Uni, privat und im
Beruf. Der Spaß beim Ehrenamt ist aber das wichtigste! Denn wie will man ohne Spaß erfolgreich sein bei dem was man tut?


Wann kommst du wieder? Wir hätte da eine wirklich talentierte Jugendmannschaft?
(lacht) Das glaube ich dir. Die Jugendspieler der JSG Wörpetal sind ausnahmslos talentiert. Bis 2019, werde ich aufgrund meines Studiums wohl noch in Wuppertal bleiben müssen, jedoch kann ich mir durchaus vorstellen für meinen Master wieder in den Norden zurückzukehren. Trotzdem würde ich ungern voreilige Versprechungen machen. Außerdem bin ich mir sicher, dass viele junge Menschen in der Samtgemeinde diesen Job mindestens genauso gut übernehmen könnten.

 

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