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Ein Interview mit Ali Mirchi

Ali Mirchi war drei Jahre lang ehrenamtlicher Jugendbetreuer und Fußballtrainer der JSG Wörpetal. Im Alter von 19 Jahren übernahm er die damaligen E-Junioren (2004er Jahrgang) als hauptverantwortlicher Betreuer. Mit seiner Mannschaft konnte er zwei Meisterschaften gewinnen, bevor er im April 2016 zum Studieren nach Wuppertal gezogen ist. Lars Uwe Lenk hat sich mit Ali getroffen und ihm acht Fragen gestellt.

Unbenannt


Moin, Ali. Wir haben lange nichts mehr von dir gehört. Was treibst du heute so?
Moin, Lars. Erstmal Danke, dass du mich eingeladen hast. Ich habe zurzeit Semesterferien, die wichtigsten Klausuren hinter mir und fliege im September nach Kuba um das Land, die Sprache, die Geschichte und die Kultur besser kennen zu lernen. Danach beginnt für mich das dritte Semester. In der Bergischen Universität Wuppertal studiere ich Geschichte und Sozialwissenschaften.


Bist du noch fußballerisch aktiv?
Ich muss ehrlich sagen, dass es bisschen nachgelassen hat bei mir. Neben meinem Studium arbeite ich noch zusätzlich als Nachhilfelehrer und Sprachlehrer für Geflüchtete. In der vergangene Saison war ich zwar noch als Betreuer beim Cronenberger SC tätig, bin es aber mittlerweile nicht mehr. Gerade in den Klausurphasen ist es schwierig alles unter einen Hut zu bringen. Meine Fußballbegeisterung hat aber nicht nachgelassen und ich plane schon mein Comeback.


Wie kam es damals dazu, dass du dich für das Traineramt entschieden hast?
Es fing an mit meine Begeisterung für Sport und vor allem Fußball. Von klein auf spielte ich Fußball im Verein. Der Vereinssport bedeutet für mich aber nicht nur Spaß. Damals als meine Familie nach Deutschland geflohen ist, sind wir von einer Stadt in die andere geschickt wurden, bis wir irgendwann in Wilstedt ankamen. Damals war ich sieben Jahre alt. Durch den Fußball habe ich Freunde und Anschluss gefunden. Dafür bin ich heute noch dankbar. Das wäre alles nicht möglich gewesen ohne die ehrenamtlichen Trainer, Betreuer und Funktionäre. Ich sah mich in der Pflicht dem Verein etwas zurückzugeben, damit auch andere Kinder weiterhin von diesen tollen Angeboten profitieren können.


Wie bist du dann Trainer geworden? Ist der Verein auf dich zugekommen oder bist du auf den Verein zugekommen?
Der Verein hat immer wieder mal die Frage in den Raum geworfen: “Wir brauchen hier und da noch jemanden? Wer hat Zeit und Lust?”. Ich habe mich aber nie direkt gemeldet. Nicht weil ich keine Lust hatte oder keine Zeit, sondern weil ich damals schlichtweg nicht die nötigen Kompetenzen hatte. Ich hatte zwar schon viele Jahre im Verein gespielt, aber das machte mich ja nicht gleich zu einem guten Trainer. Es war Zufall, als mich damals Mohamed Maulawy, mein Sitznachbar in der Schule, über das NFV-Juniorcoach-Programm informierte (www.junior-coach.de). Zufällig fand bei uns in der Nähe ein Trainerlehrgang für Jugendliche statt. Der Juniorcoach-Lehrgang ging über drei Tage und ermöglichte den Teilnehmern, bei erfolgreichem
Bestehen der Prüfung, die kostenlose Teilnahme an einem C-Lizenz Lehrgang in der Sportschule Barsinghausen. Alle Seminare,
Übernachtungen und sogar die Fahrten wurden zu 100% vom NFV übernommen. Nachdem ich den Juniorcoach-Lehrgang bestanden habe fing ich erstmal als Co-Trainer an die Mannschaft von Björn Dolina und Henning Börsdamm zu betreuen. Nachdem ich die C-Lizenz absolvierte übernahm ich das Team als hauptverantwortlicher Betreuer. 

Nachdem du dich dem Trainerteam angeschlossen hast seid ihr direkt Staffelsieger geworden. Lief alles von Anfang an so wunderbar?
(lacht) Nein, natürlich nicht. Natürlich ist jeder Anfang schwer. Die Lehrgänge und Seminare haben mich zwar sehr gut vorbereitet aber wenn man als junger Mensch seine erste Trainingseinheite mit 15 Kindern leiten muss ist das trotzdem nicht so einfach. Man muss die Spieler und Eltern erstmal kennen lernen und Erfahrungen sammeln, dann läuft es mit der Zeit aber sehr gut und es macht dann auch wirklich großen Spaß. Wenn man die Spieler erstmal erreicht hat, und dafür muss man einige Dinge beachten, die ich durch das Juniorcoachprogramm gelernt habe, dann läuft vieles von selbst. Trotzdem ist es immer am Besten ein oder zwei Co-Trainer an der Seite zu haben. Björn, Henning, die Eltern, der Vorstand (besonders du als Jugendobmann) und andere Trainer haben mich immer sehr gut unterstützt.


Wie ich hörte, hast du ja noch weitere Funktionen beim MTV bekleidet. Erzähl mal.
Ja, das stimmt. Ab und zu habe ich mal als Schiedsrichter ausgeholfen. Außerdem habe ich regelmäßig Berichte für die Vereinszeitung geschrieben. Dabei ging es meistens um unsere Spiele im Herrenbereich und um die Erfolge und Veranstaltungen meiner Juniorenmannschaft. Gemeinsam mit dem Pressewart Henner Spierling kümmerte ich mich um die Gestaltung und die Veröffentlichung des MTV-Kuriers. Als ich hörte, dass im Zuge der Flüchtlingskrise viele Geflüchtete in unsere Gemeinden untergebracht worden, machte ich es mir zur Aufgabe jene “Flüchtlinge” in die Vereine zu integrieren. Einige
von ihnen kicken heute noch beim MTV. 

 

Ehrenamt ist ja bekanntlich “brotlose Kunst”. Hat dir dein Engagement denn außer der Ehre trotzdem etwas gebracht?
Ehrenamt ist nicht nur eine Ehrensache. Es geht mir persönlich auch nicht primär um Ehre, egal wie und wo ich mich gesellschaftlich, politisch oder sozial engagiere. Zum einen seh ich es als meine Pflicht in einem Sozialstaat, in der Kommune in der ich lebe und aufgewachsen bin, von der ich selbst profitiere, auch meinen Teil zum Erhalt der sozialen, kulturellen und gesellschaftlichen Angebote beizutragen, sofern ich es denn gesundheitlich und zeitlich kann. Zum anderen handele ich natürlich auch zweckorientiert. Ein ganz konkretes Beispiel: ich bewerbe mich zurzeit für ein Studienstipendium der Rosa Luxemburg Stiftung und die Aussichten auf Erfolg wären natürlich minimal, wenn ich keine Zeugnisse, Empfehlungsschreiben und Gutachten einreichen könnte, die mein soziales und gesellschaftliches Engagement bezeugen. Das Ehrenamt öffnet einem viele Türen. Außerdem haben sich durch Funktionen im Verein meine persönlichen und sozialen Fähigkeiten gestärkt. Ganz besonders meine Verantwortungsbereitschaft, meine Selbstständigkeit und meine Aufgeschlossenheit. Diese Kompetenzen helfen einem überall weiter: in der Schule, in der Uni, privat und im
Beruf. Der Spaß beim Ehrenamt ist aber das wichtigste! Denn wie will man ohne Spaß erfolgreich sein bei dem was man tut?


Wann kommst du wieder? Wir hätte da eine wirklich talentierte Jugendmannschaft?
(lacht) Das glaube ich dir. Die Jugendspieler der JSG Wörpetal sind ausnahmslos talentiert. Bis 2019, werde ich aufgrund meines Studiums wohl noch in Wuppertal bleiben müssen, jedoch kann ich mir durchaus vorstellen für meinen Master wieder in den Norden zurückzukehren. Trotzdem würde ich ungern voreilige Versprechungen machen. Außerdem bin ich mir sicher, dass viele junge Menschen in der Samtgemeinde diesen Job mindestens genauso gut übernehmen könnten.

 

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